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Mai 2013 - Kilimanjaro

Es war der erste Gipfelversuch nach dem Ruwenzori im Vorjahr. Es hatte nicht ganz sollen sein. Aber ich nahm es sportlich und sagte mir: "Besser man scheitert an einem Ziel, als gar keines zu haben." Und wie ich mich kenne: Ich werde es wieder versuchen...

Blick auf den Kilimanjaro, von der Straße zwischen Moshi und Arusha aus gesehen.

Mai 2013 - Kilimanjaro

Die Landschaft am Berg ähnelt wohl der des Mondes, zumindest fühlt man sich so.

 

Über den Wolken fühlt man sich dem blauen Himmel sehr nah. Im Hintergrund der Mount Meru (4.562m)

 

Blick auf den Mawenzi, genannt der Dunkle (5.148m)

 

Barafu Camp auf 4.600m. Dies ist das letzte Bild, das ich direkt auf dem Berg aufgenommen habe. in der kommenden Nacht gegen 03:00 Uhr morgens erwischte mich ca. 500 Höhenmeter weiter aufwärts die Höhenkrankheit mit voller Wucht. Noch nie hatte ich mich so schwindelig, so schwach, so elend gefühlt wie in dieser Nacht. In meinem Kopf hämmerte es wie in einem Bergwerk; alle zehn Schritte brauchte ich eine fünfminütige Pause zum Rasten bis es nach dem zigsten Wiederaufrappeln einfach nicht mehr weiterging. Aus der Nase lief bereits seit längerer Zeit Blut; es wurde zu riskant. Gemeinsam entschieden wir nicht mehr weiter aufzusteigen. 800 Höhenmeter fehlten zur Uhuru Peak. Es war für mich wie ein K.O. Schlag für einen Boxer und es war eine traurige Nacht; sechs Tage und sechs Nächte Anstrengung ohne das Ziel zu erreichen. Aber der Abstieg war sicher das bessere Schicksal als das, welches jährlich ungefähr 40 andere Gipfelstürmer trifft...

 

Mai 2013 - Kilimanjaro

Die Lemosho Route führt über das Mkubwa Camp (2.750m) zum Shira 1 (3.500m) und Shira 2 Camp (3.850m). Dann gehts weiter zum Barranco Camp (3.965m) über die "Barranco Wall" zum Barafu Camp (4.600m) um am letzten Tag mit einem um Mitternacht beginnenden Gewaltmarsch zum Gipfel auf 5.895m und anschließendem Abstieg zu enden.

Der Blick in weite Ebenen begleitet den Aufstieg, ganz ähnlich wie in der Caldera am Mt. Elgon.

 

Frühstück bei Sonnenschein direkt am Fuße des Kibo (Shira 2 Camp, 3.850m). Eine wunderschöne Erinnerung, die ich nicht so schnell vergessen werde.