Meta





 

Oktober 2014 - Aufbruch nach Südafrika

Heute ist der 28. Okt. 2014. Der Blog hat an dieser Stelle einen kleinen Break. Die Kapitel "August 2013 - Ruwenzori", "April 2014 - Finnland" und "August 2014 - USA Westküste" werden nachgereicht ;-). Die Idee einer beruflichen Freistellung schwebte mir bereits seit 2010 vor. Nun endlich ließ sich das Ganze verwirklichen und mittlerweile bin ich seit vier Wochen nicht mehr im Büro gewesen. Anfänglich war es sehr ungewohnt ohne die alltägliche Routine, das muss ich zugeben. Nach diesen ersten vier Wochen kann ich aber sagen, dass ich mich einigermaßen daran gewöhnt habe. Die Zeit war schließlich auch ausgefüllt mit Dingen und Erledigungen, die lange Zeit liegengeblieben waren sowie Besorgungen und Vorbereitungen für die nun anstehende Tour. In fünf Tagen geht es los. Wohin? Port Elizabeth, Südafrika. Wie in den USA wird es eine Tour mit dem Fahrrad werden. Die ersten 850km zusammen mit Claudia bis nach Kapstadt, dann weiter mit einem Freund ca. 1.400km nach Norden bis Windhoek. Danach, wohin der Wind mich treibt ;-) Nein, ich plane im Anschluss an die Westküste Namibias zu fahren, die Skeletonküste ein Stück hinauf um daraufhin wieder gen Osten zu schwenken und es vielleicht über den Caprivi Zipfel und das Okavango Delta bis zu den Victoria Fällen zu schaffen. So zumindest erstmal der Plan. Bis Ende Februar, spätestens Mitte März im nächsten Jahr will ich wieder zurück sein. Bis dahin. Euer Benjamin

August 2013 - Ruwenzori

Der Aufstieg von Nyabitaba Hut (2.650m) hoch zur John Matte Hut (3.480m) ist "nur" 7km lang aber dennoch ordentlich steil. Die unglaublichen Einblicke in die Landschaft und vor allem die Flora dieser weltweit einmaligen Region entschädigen aber für den schweißnassen Rücken, den man beim Auftstieg unter Garantie bekommt.

Hier sieht man George, einen unserer zwei Bergführer, auf einer alten und ziemlich verwitterten Holztreppe. George sollte zu einem späteren Zeitpunkt unserer Expedition noch zu zweifelhaftem Ruhm kommen...

 

Claudia und ich in der John Matte Hut bei heißer Schokolade und Tee. Ein Service des Kochs (man muss ihn mit dazu engagieren muss, die Einheimischen vom Stamm der Bakonjo wollen natürlich mitverdienen), den man nach einem Tag in Morast und Nebel schnell zu schätzen lernt.

 

August 2013 - Ruwenzori

Zwei missglückte Besteigungsversuche innerhalb eines Jahres: Erst die Margherita Peak, dann die Uhuru Peak. Ich gebe zu, das schmerzte schon ein wenig und kratzte an der Ehre. Aufgeben kam aber nicht in Frage. Fast ein Jahr nach meinem ersten Versuch den Ruwenzori zu bezwingen wollten wir, Claudia und ich, es noch einmal gemeinsam versuchen. Laut `Höbenreich: Ruwenzori - 100 Jahre Erstbesteigung` gilt dieses Gebirge als "alpinistisch schwierigstes und konditionell anspruchsvollstes Hochgebirge Afrikas." Dies wird wohl zum Einen aufgrund ständig hoher Luftfeuchtigkeit, den häufigen und immensen Niederschlägen (320 Regentage im Jahr) und der alles durchdringenden Nebelfeuchtigkeit verbunden mit hohen Temperaturen in den Tieflagen und eisiger Kälte in den Hochlagen der Fall sein. Zum anderen sind die bis zu 45° steilen Gletscherpassagen sicher nicht zu unterschätzen.

Zurück in der Nyabitaba Hut. Erinnerungen an den vorherigen Versuch kamen auf.